Not only girls wanna have fun – Tipps für mehr Spaß im Job 1

„Null Bock“ – oder wie wir in Österreich sagen: „I mog ned!“- ist derzeit dein Leitsatz.
Und es gibt nichts was dich mehr nervt als der tägliche Weg in die Arbeit … außer dann noch die Arbeit selbst.
Zuviel Stress, nervende Kollegen, der Chef ist sowieso der totale K.o.t.z.b.r.o.c.k.e.n und am Ende des Tages stellst du fest, dass deine Energie gerade noch ausreicht um Schlafen zu gehen.

Mühsam! Verbringt man doch einen Großteil seines Lebens im Job.
Vorweg: fast jeder gelangt im Laufe seines Berufslebens zumindest einmal an diesen Punkt. Und wie Studien zeigen, hat ein Viertel der Arbeitnehmer in Österreich bereits innerlich gekündigt. Und 2/3 machen sowieso nur mehr Dienst nach Vorschrift.

Das muss aber nicht so sein. Es geht nämlich auch anders: Not only girls – also boys – wanna have fun.

 

 

Hol dir den Spaß im Job zurück!

Durch deine Eigeninitiative kannst du die Begeisterung für deinen Beruf wieder steigern und den Spaß daran zurückgewinnen.

Denn Arbeit sollte Spaß machen. Was Spaß macht, fällt leicht. Was leicht fällt, machen wir gerne und gut. Klick um zu Tweeten

Ich zeige dir, wie du in wenigen und im Grunde einfachen Schritten deinen Job positiv beeinflussen kannst.

 

Wann ist dir der Spaß abhanden gekommen?

Zuerst solltest du dich fragen, wann und warum du die Freude an deiner Tätigkeit überhaupt verloren hast.
Die Gründe dafür können vielfältig sein:

  • Ein neuer Aufgabenbereich für den du dich nicht interessierst oder für den es dir an Ausbildung fehlt
  • Ein Chef der den Teamgedanken fordert, ihn selber aber nicht lebt
  • Der eine Kollege, der dir schon die längste Zeit auf den Keks geht und andere hintenrum anschwärzt
  • Der triste Arbeitsplatz an dem du täglich eine graue Betonwand anschaust
  • Dein lang gehegter Wunsch eigentlich etwas ganz anderes machen zu wollen

Und selten ist es eine Ursache alleine. Lass dich nicht beirren, wenn dir fünf, zehn oder noch mehr einfallen. Es gibt mindestens genauso viele – und noch ein paar mehr – Möglichkeiten aus dem Tief herauszukommen.

 

Einige meiner persönlichen Tipps, wie du dir den Spaß in deinen Beruf zurückholst, möchte ich dir jetzt an die Hand geben.
Lass dich von der Vielzahl nicht abschrecken. Manche sind wie für dich gemacht, andere so gar nicht. Auch das ist vollkommen in Ordnung.

 

1 Erkenne den Grund deiner Demotivation

Klingt ziemlich kompliziert, ist es aber nicht. Mit der Frage nach dem „warum“ bist du schon mitten drin.
In dem Moment, in dem du dich ganz besonders „unmotiviert“ fühlst, mach dich nicht auch noch zusätzlich mit Selbstvorwürfen runter. Analysiere stattdessen, weshalb du dich antriebslos fühlst.

♦ Was nervt dich gerade jetzt am allermeisten?
♦ Was sagt dir dieses Gefühl? Kommt es immer in der selben Situation wieder?
♦ Hast du einen leisen (oder auch lauten) Verdacht warum dich immer genau dieser Moment so ank.o.t.z.t?

Schreib dir die Antworten auf diese Fragen so detailliert wie möglich auf. Wenn du das nächste Mal wieder in dieser oder einer ähnlichen Situation bist, vergleiche die Antworten.
♦ Sind sie gleich wie beim letzten Mal? Gibt es etwas, was du dieses Mal anders empfindest?

 

2 Gib deiner Sichtweise eine neue Richtung

Überlege, ob in dieser Situation auch eine andere Reaktion deinerseits möglich gewesen wäre. Das Verschwinden deiner Begeisterung, dein Rückzug, der Verlust deiner Motivation ist nur die Reaktion auf diesen Auslöser.

♦ Wie möchtest du in einer ähnlichen Situation in Zukunft auftreten?
♦ Gibt es etwas, was du in dieser Situation anders hättest machen können?
Dem Kollegen die Meinung sagen? Dem Chef einen Vorschlag machen?

Denn: Unzufriedenheit ist oftmals nur der Ausdruck von Hilflosigkeit und einem Ohnmachtsgefühl.

 

3 Erstelle deine persönliche +/- Liste

Nimm deine tägliche Aufgaben und dein Arbeitsumfeld bewusst wahr. Denk dabei in alle Richtungen: beginnend beim Weg in die Firma, über die Urlaubsgestaltung bis hin zu den Veranstaltungen, die möglicherweise ein “freiwilliger” Zwang sind.

♦ Was gefällt dir an deinem Job? Was nicht so?
♦ Welche negativen Punkte kannst du davon am leichtesten ändern?

Du verschaffst dir mit dieser Liste einen Überblick und siehst so leichter, wo du ansetzen kannst. Welche Themen davon möglicherweise bald nicht mehr aktuell sind, welche dazukommen und wo du deinen Arbeitsalltag bereits angenehmer gestalten konntest.

 

Nimm dir für die ersten drei Punkte ausreichend Zeit.
Möglicherweise wirst du dafür auch einige Wochen brauchen. Erst wenn du dir über diese Dinge bewusst bist, geh zum nächsten Step weiter.

 

4 Setz dir Ziele

Im besten Fall finden sich in deiner +/- Liste bereits Themen, deren Änderung du dir schon vorgenommen hast.
Denn es ist nicht immer gleich notwendig, den Arbeitsplatz zu wechseln, auch wenn dir das im ersten Moment so scheint.

Erarbeite dir Möglichkeiten, der hoffnungslosen Überforderung bzw. der tödlichen Langeweile zu entkommen.

♦ Kannst du jene Bereiche stärken, die du an deinem Job besonders magst?
♦ Was könntest du tun tun, was dir Freude macht und dem Unternehmen zusätzlichen Nutzen bringt?
♦ Hast du die Möglichkeit dir neue Aufgaben zu suchen?

Vergiss dabei aber nicht: Vorschläge, wie du mehr Spaß in deine Arbeit bekommst, sollten von dir kommen und nicht von deinem Chef. Dieser sollte Dir aber die Möglichkeit bieten, dich entfalten zu können (auch wenn ich weiß, dass das leider nicht immer der Fall ist).

 

5 Akzeptiere Veränderungen

Egal welchen Job und wie lange du ihn schon ausübst, es kommt immer zu Veränderungen. Manche betreffen dich mehr, andere wieder weniger.
Was gestern noch die beste Lösung war, muss heute nicht mehr zutreffen.

Eines haben sie alle gemeinsam: wenn du dich ihnen entgegenstellst anstatt mit ihnen mitzugehen, wächst deine Frustration.

♦ Welche Möglichkeiten gibt es in deiner Firma, die dir diese Veränderungen einfacher machen (externe Weiterbildung oder von Kollegen lernen)?
♦ Könnt ihr Arbeitsgruppen bilden und euch so den Zugang zu den Neuerungen erarbeiten?

Überprüfe auch immer wieder deine eigene Arbeitsweise.
♦ Gibt es einen anderen Weg das Ziel zu erreichen? Hast du ihn schon ausprobiert? Und möglicherweise sogar für gut befunden?

 

6 Mach dir keine Vorwürfe

Nimm dich und deinen Job nicht zu ernst. Dazu ist das Leben zu kurz.
Im Arbeitsleben passieren Fehler. Das ist unvermeidbar. Genauso wie dir in jedem anderen Lebensbereich immer wieder Fehler unterlaufen werden.
Statt nächtelang darüber zu grübeln, stell dich kurz dem Thema und hake es danach ab. Überlege dir, was du zukünftig brauchst, damit dies nicht nochmal passiert.

Solltest du mit deinem Fehler ein größeres Problem angestoßen haben, sieh dir den Weg der dazu geführt hat genauer an. Möglicherweise ist einem Kollegen schon ähnliches passiert und der dazu führende Prozess ist zu hinterfragen.
Oder du bist auf etwas gestoßen, das bis dato noch niemand wahrgenommen hat und du kannst dazu beitragen größeren Schaden abzuwenden?

 

7 Eins nach dem anderen

Wenn du versuchst viele Aufgaben auf einmal abzuarbeiten sind Frust, Stress und Fehleranfälligkeit vorprogrammiert. Auch wenn immer von „Multitasking“ und „Frauen können das“ gesprochen wird … B.u.l.l.s.h.i.t.

Konzentrier dich auf eine Sache, bearbeite sie mit Sorgfalt und finalisiere sie, bevor du dich der nächsten zuwendest.
Umfangreiche Arbeiten gliederst du in kleinen Aufgabengebiete.
Jeder Teilschritt wird somit zu einem kleinen Erfolg. Und Erfolg zu haben, hebt deine Laune.

 

8 Plane den Tag nach deinem Biorhythmus

Bist du der frühe Vogel, der in der Früh die halbe Welt niederreißt? Oder doch eher die Nachteule (so wie ich), die erst abends so richtig auf Touren kommt?

Beobachte dich einige Zeit selbst und stell fest, wann deine Energie und dein Durchhaltevermögen am stärksten sind.
Frag auch deine Arbeitskollegen ob sie diesbezüglich etwas an dir festgestellt haben.

♦ Kennst du deinen persönlichen Energiehöhepunkt?
♦ Gibt es Zeiten in denen du am liebsten still vor dich hin arbeitest und bewusst den Austausch mit Kollegen vermeidest?

Hast du dich einige Tage beobachtet und bist zu neuen Erkenntnissen gekommen?
Nimm diese in deine Tagesplanung auf und schau was passiert. Bedenke aber bitte, dass jede Veränderung Zeit braucht.

 

9 Ändere deine Alltagsroutinen

Immer das Selbe zu tun, führt zu Demotivation und Langeweile.
Gestalte deinen Tag einmal bewußt um und schau wie du damit zurecht kommst. Speziell auch dann, wenn du aus deinem Biorhythmus nichts Konkretes ableiten konntest.

♦ Welche Aufgaben machen dir am meisten Spaß?
♦ Möchtest du sie gleich zum Start in den Tag erledigen oder hebst du sie dir als Belohnung auf, wenn du davor etwas Mühsames abgearbeitet hast?
♦ Bist du auf jahrelang festgefahrene Routinen gestoßen? Und hast im besten Fall schon festgestellt wie du sie auflösen kannst?

Mein persönlich, wichtigstes Learning: Beginne nicht mit dem Öffnen deines E-Mail-Accounts. Wer jeden Morgen zuerst seine E-Mails abarbeitet, startet von Tagesbeginn weg fremdbestimmt.

 

10 Schreib dir To Do-Listen

Nimm dir jeden Tag Zeit um die Liste zu erstellen. Schreib auf, was an diesem Tag erledigt werden muss. Auch die privaten Dinge kommen mit drauf.

Verplane dir 60% deines Arbeitstages mit konkreten Aufgaben. Der Rest füllt sich ohnehin mit Tagesgeschäft und unerwarteten Ereignissen.

Plane die Zeiten zu den einzelnen Punkten immer mit einem Puffer und vergiss nicht auf ausreichend Pausen.
Dann priorisiere deine Aufgaben (Achtung Biorhythmus) und vergiss nicht auf die „Gehört auch gemacht“-Arbeiten.

„Das Wichtigste zuerst“ muss nicht immer zutreffend sein!

 

Was ich dir unbedingt noch mitgeben möchte.

Zum Thema Spaß im Job gibt es unzählige Bücher und mindest genauso viele Fachartikel im Internet mit Ratschlägen, die dir zeigen sollen, wie es künftig einfacher geht. Vieles davon ist aber leider nur reine Theorie und scheitert beim Versuch es real umzusetzen.

Deshalb freut es mich, wenn ich dir mit meinen Tipps einen praktischen Leitfaden an die Hand geben kann, der dich die ersten Störfaktoren in deinem Job aufstöbern und ins Positive umwandeln lässt.

Ganz wichtig dabei!: Nimm dir nicht alles auf einmal vor.
Es gibt dabei immer wieder etwas, das für dich einfach nicht passend ist. Anderes wiederum kannst du innerhalb kürzester Zeit verinnerlichen und umsetzen.
Such dir jene Punkte (max. fünf) heraus, die dich am meisten ansprechen und bei denen du schon beim Lesen den Eindruck hast, „ja, das ist genau richtig für mich“.
Erst wenn du die ersten Dinge nachhaltig umgesetzt hast oder bei dem einen oder anderen doch feststellen musstest, dass es aktuell nicht zu deiner Situation passt, nimm dir die nächsten vor.

 

Du möchtest noch weitere Tipps von mir zu dem Thema?

Dann empfehle ich dir den zweiten Teil der Serie. Dort habe ich kleine Inputs für jeden Tag für dich zusammengestellt.